Aller Anfang ist schwer

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Nüscht wie Ärjer und Freude!

Genau mit dieser Aussage nahm dieses Projekt seinen Verlauf. Ein Urgestein der Modelleisenbahn tat seinem Unmut kund und adressierte direkt meine laufenden Spur 0 Entwicklungen. Bis dato entwickelte ich meine Sachen für mich selbst und teilte lediglich meine Fortschritte, ohne mir großartig Gedanken darüber zu machen. Aber meine Tätigkeiten weckten offensichtlich reges Interesse.

Da ich nicht zu den Geheimnisskrämern zähle und gerne meine Arbeit teile, habe ich dazu aufgerufen mich zu kontaktieren, falls Interesse besteht. Verbergen wollte ich nichts, aber einfach so öffentlich stellen, kam für mich auch nicht in Frage. Aber wie das so ist, beim Austauschen untereinander, dauert es nicht lange bis die Frage kommt: Kannst du mal…

Klar kann ich was verändern, hochladen und teilen, aber irgendwann artet es in Arbeit aus. So keimte zügig der Gedanke der Selbstständigkeit auf. Nur das ist leichter gesagt, als getan! Und eine Sache missfiel mir dabei ganz besonders: Kannst du überhaupt die Erwartungen deiner zahlenden Kundschaft decken?

Diese Frage nagte regelrecht an mir. Denn so kann schnell aus einem Hobby bitterer Ernst werden. Darauf hatte und habe ich ehrlich gesagt keine besondere Lust. Oder anders gesagt, Einzelteile gerne, im Rahmen meiner Möglichkeiten, aber keine Bausätze oder Fertigprodukte.

Beim Thema Weichenzungen war mir dann endgültig klar, ein Gewerbe kommt nicht in Frage! Ich bin einfach nicht im Stande eine Weichenzunge herzustellen und ehe ich mir die Finger dabei verbrenne, lass ich das lieber sein. Der Gedanke der Selbstständigkeit wurde begraben, mir fiel ein großer Stein vom Herzen und ich widmete mich meinem Hobby, wie gehabt.

Eine Frage beschäftigte mich dennoch: Wie kriege ich die verfluchte Weichenzunge hin? In Spur 0 ist es üblich vieles selber zu bauen. Aber diese Tatsache will und wollte mich nicht so recht befriedigen. Warum zur Hölle muss ich alles selber bauen, wenn es doch so viele begnadete Modellbauer gibt, die das tausend mal besser hinbekommen als ich?

Ach ja stimmt, wie war das nochmal mit dem Kannst du mal? Ich tappte quasi in mein eigenes Fettnäpfchen. Damit war klar, ich brauche Mitstreiter, um sich gegenseitig zu befruchten. Da ich aus der IT-Branche komme, war nichts näherliegend als ein Open Source Projekt ins Leben zu rufen. Gesagt getan!

Open Source hat nennenswerte Vorteile. Man teilt öffentlich seine eigene Arbeit mit anderen. Entsprechende Lizenzen verhindern den kommerziellen Missbrauch der Daten. Open Source lebt von der Gemeinschaft. Jeder trägt im Rahmen seiner Möglichkeiten zum Erfolg des Projekts bei. Und weil es kostenlos ist, hat jeder etwas davon, selbst die kommerziellen Anbieter. Aber dazu bei passender Gelegenheit mehr.

Tja… nun ist es soweit. Meine Konstruktionsdaten sind offen gelegt. Jetzt seit ihr gefragt, was wir daraus machen.

Grüße Djordje (alias Tschokko)

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